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Nachzahlungszinsen ab 2027: Warum Steuer­nachzahlungen teurer werden

Der Gesetzentwurf zum Jahressteuergesetz 2026 sieht vor, die Verzinsung von Steuernachzahlungen und Erstattungen deutlich anzuheben. Wir zeigen, was sich ändert, wen es betrifft und wie Sie frühzeitig planen.

Wichtig: Die Änderung ist im Regierungsentwurf zum Jahressteuergesetz 2026 enthalten, den das Bundeskabinett im August 2026 beschlossen hat. Bundestag und Bundesrat haben noch nicht entschieden. Die Regelung soll zum 1. Januar 2027 gelten.

Was ist die Vollverzinsung?

Wer Steuern nachzahlen muss, zahlt dafür Zinsen. Umgekehrt bekommt er Zinsen, wenn das Finanzamt ihm Geld erstattet. Diese Verzinsung nach § 233a der Abgabenordnung (AO) beginnt grundsätzlich 15 Monate nach Ablauf des Steuerjahres.

Was sich ab 2027 ändert

ZeitraumZinssatz je vollem Monatpro Jahr
bis 31.12.20180,5 %6,0 %
01.01.2019 bis 31.12.20260,15 %1,8 %
ab 01.01.2027 (Entwurf)0,3 %3,6 %

Bei einer Nachzahlung von 10.000 € fallen ab 2027 damit bei einer Laufzeit von zwölf Monaten rund 360 € Zinsen an. Bisher wären es etwa 180 €. Die höheren Zinsen gelten ebenso für Erstattungen, die das Finanzamt dann mit einem höheren Satz verzinst.

Wen betrifft das?

  • Unternehmen mit Gewinnen: Wenn die Vorauszahlungen zu niedrig angesetzt sind, entstehen später Nachzahlungen mit Zinsen.
  • Alle mit Erstattungen: Auch Guthaben aus der Steuererklärung wird höher verzinst.

Unser Tipp: So planen Sie jetzt

  • Planen Sie Steuernachzahlungen ab 2027 mit höheren Zinsen ein.
  • Prüfen Sie Ihre Vorauszahlungen, um unnötige Zinsen zu vermeiden.
  • Lassen Sie Ihre Steuerfälle jährlich zum Jahresende prüfen.
Sie möchten wissen, was die höheren Zinsen für Ihre Liquidität bedeuten? Im Rahmen unserer Steuerberatung prüfen wir Ihre Vorauszahlungen gerne gemeinsam mit Ihnen. Sprechen Sie uns einfach an.

Quellen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Steuerberatung. Die Regelung ist noch nicht beschlossen. Alle Angaben ohne Gewähr.